Im Sinne der „Wiener Schneider“-Tradition

Seit rund 1630 ist die Familie Härting in Telfs verwurzelt. Über Generationen hinweg haben unterschiedliche Lebenswege, Berufe und Haltungen nicht nur die Geschichte der Familie geprägt, sondern auch ihre sichtbare Präsenz im Ort. Daraus entstanden die traditionellen Hausnamen – die sogenannten „Vulgos“ – als Ausdruck von Herkunft, Identität und sozialem Gefüge.

Bis heute bestehen mehrere Linien der Familie Härting, die diese Namen weitertragen, darunter die „Posteler“ und die „Wiener Schneider“. Unsere Familie gehört zur Linie der „Wiener Schneider“ und verbindet damit handwerkliche Tradition mit dem Anspruch auf Erneuerung.

Unser Ururgroßvater, auf dem historischen Foto ganz rechts zu sehen, absolvierte seine Schneiderlehre in Wien. Mit dem Wissen und den Eindrücken der Großstadt kehrte er nach Telfs zurück und versuchte, neue gestalterische Impulse in eine stark traditionsgeprägte Umgebung einzubringen. Seine Idee, moderne Wiener Mode zu etablieren, fand damals wenig Akzeptanz – und wurde dennoch zum Ursprung eines Namens, der bis heute für Offenheit, Eigenständigkeit und Gestaltungswillen steht.

Diese Haltung – das Zusammenspiel von Verwurzelung und zeitgenössischem Denken – prägt auch unsere heutige architektonische Arbeit: Respekt vor dem Ort, vor der Geschichte und vor dem Bestand, verbunden mit dem Mut zur Weiterentwicklung und zu neuen Perspektiven.

Familie Johann (Wiener Schneider) Härting, 1900
Familienwappen

Il clum da cuntrada selvadia …der Ruf der wilden Natur